Samstag, 2. April 2016
Osterferien sind fast rum ...
Jetzt sind sie fast vorbei, die Ferien. Vorgenommen habe ich mir viel, geschafft nicht mal die Hälfte. Die Steuererklärung ist ein Fragment, die Nachholschulaufgabe nicht konzipiert, der Schreibtisch chaotischer denn je und die schwankenden Stapel mit den Unterrichtsmaterialien sind auch noch nicht in die Ordner einsortiert.

Erschöpfung? - eher nicht. Faulheit? - sicher auch. Antriebslosigkeit? - definitiv. Ich bin sehr unzufrieden mit mir. Irgendjemand meinte, sowas könnte auch organische Grüde haben - Schilddrüse oder wasauchimmer. Mal schauen. Vielleicht kriege ich mich so weit aus meinem Sumpfloch heraus, dass ich mal zum Arzt gehe.

Dafür sind jetzt allerdings die Betten allesamt frisch überzogen, die Wäsche gewaschen (aber zum Teil noch auf der Leine) und wir haben über die Ostertage gut gegessen. An den Ostertagen waren stundenweise auch mal alle drei Kinder wieder im Haus. Schön, aber auch anstrengend - und laut.

Die beiden Großen sind wieder weg - Gretel hat vor Semesterbeginn noch ein paar Klausuren, sie hat sich heute verabschiedet. Und die Freundin vom Principesso muss wieder arbeiten; die beiden sind schon am Ostermontag wieder abgereist. Sehr ruhig ist es. Fast schon wieder ungewohnt. Jetzt ist nur noch Coco im Haus, bei dem es am Montag auch wieder mit der Schule weitergeht. Und bei mir auch. Große Lust habe ich nicht. Aber auch kein Frust. Naja - der Hunger kommt beim Essen - und der Frust-Verlust (manchmal sogar der Spaß) beim Arbeiten. Hoffentlich. Aber Dienstag ist Konferenz ...

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Sonntag, 21. Februar 2016
Das versteht doch kein Mensch!
Rückfrage: Möchtest du einigen deiner Mitschüler und mir das Mensch-Sein absprechen?
Antwort: "Hä? Was is?"

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Sonntag, 24. Januar 2016
Spiel nicht mit den Schmuddelkindern ...
Wie oft haben wir das Lied am Lagerfeuer, auf Gruppenabenden, Ferienfahrten etc. gesungen. Das Ende vom Lied: Der höhere Sohn aus besserem Hause landet als Krüppel in der Gosse, wird von den Schmuddelkindern und allen anderen verachtet und verspottet und es kommt noch schlimmer ...

Jetzt ist es mir wieder eingefallen. Denn Malu Dreyer - Lehrerstochter, Ministerpräsidentin von RLP - will sich nicht mit den "Schmuddelkindern" der AfD an einen Tisch setzen. Auf das Ende vom Lied bin ich gespannt.

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Klassentreffen
Zeugnis der 10. Klasse - meins. "Versetzt nach Klasse 11. Dieses Zeugnis schließt die Mittlere Reife ein." Barbara, die mit diesem Zeugnis die Schule verließ, hatte den letzten Satz im Zeugnis stehen - aber den gab's nur auf Antrag. Diese Schule habe ich ebenfalls verlassen - ein Halbjar später. Mir wurde die Mittlere Reife nicht bescheinigt.

Dann erfuhr ich eher zufällig von einem Klassentreffen. Die meisten der ehemaligen Mitschülerinnen hatte ich über 30 Jahre nicht gesehen. So auch Sabine. Aber außer einem kurzen "Hallo" zur Begrüßung kam nichts. Den ganzen Abend. Sie, die zu Schulzeiten immer behauptet hatte, meine "zweitbeste Freundin" zu sein. Im Rückblick erschöpfte sich diese Freundschaft darin, dass sie mit schöner Regelmäßigkeit meine Mathe- und Latein-Hausaufgaben abschrieb, und man sich gegenseitig zum Kindergeburtstag einlud (im wesentlichen auf Wunsch der Mütter: "die Sabine ist doch so ein nettes Mädchen").

Erst zum Abschied hatte sie ein paar Worte für mich übrig: "Hach, ich konnte mich ja gar nicht um dich kümmern. Es gab ja so viel anderes ..." Und weg war sie. Affektiert wie eh und je.

Und verletzend. Dieses "kümmern" - 1. bin ich kein Pflegefall und 2. war sie dazu noch nie in der Lage, sich einem anderen zuzuwenden. Sie kreiste immer nur um sich selbst.

Inzwischen lege ich keinen Wert mehr auf Sabines Gesellschaft - verletzt bin ich trotzdem.

Achja - Barbara war nicht auf dem Klassentreffen, wie so viele, die diese Schule vor dem Abitur verlassen haben. Aber zu ihr hat wohl auch keine mehr einen Kontakt. Schade, sie war eine von den Netten.

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echt spannend ...
Physikstunde in der 10b, naturwissenschaftlicher Zweig. 25 Knaben - keine Mädels. Kein halbes Jahr mehr, und die Jungs schreiben Abschlussprüfung. Justus wird zum Thema der Vorstunde befragt, soll den Transformator erklären. Mit Mühe kann er den Aufbau beschreiben, verwechselt Spannung und Stromstärke und als wir zu den Anwendungen kommen, kommt kein sinnvoller Satz mehr. Also fordere ich ihn auf, sein Handy mal auseinander zu nehmen und auf den Akku zu schauen, welche Ladespannung der so braucht.

Marco trötet (Stimmlage: Bass, er ist so froh, den Stimmbruch nun endlich hinter sich zu haben) dazwischen "Sowas hat doch keiner mehr. Ist voll altmodisch. Justus, nimm des Smahtfohn!"
Andi piepst dazwischen "Mach das nich, dann hasse keine Garantie mehr!" Dschohns (eigentlich heißt er Jonas, ebenfalls Bass) springt auf, geht in Richtung Andi: "Was ist das denn für ein Sch***-Fabrikat, Sohni, odä? Hättste dir ma besser en ...
Lehrerintervention. "Jonas, soll ich DICH jetzt abfragen?" Rückzug. Er antwortet deutlich leiser: "Besser nicht - außerdem haben Sie mich ja erst letzte Woche .." Er sitzt wieder.
"Justus, wie hoch ist die Netzspannung?" Zögerlich kommt die Antwort "230 Volt." Und ist die Spannung, die das Mobiltelefon braucht, höher oder niedriger?" Noch zaghafter: "niedriger, glaub' ich". "Glauben kannste beim Herrn Klimke!" Marco schon wieder. Justus kriecht in sich zusammen.
"Konrad, würdest du bitte beim Thema bleiben? Wie nennt man so einen Transformator?" "Wie? Ich jetzt?"
"Ja, du, Marco." "Woher soll ich das denn wissen? Der ist doch dran!" Marco zeigt auf Justus. "Nein, du bist jetzt dran." Damit hat er nicht gerechnet. "Was war noch mal die Frage?"
Also gut, noch mal. "Wie nennt man so einen Transformator?" "Keine Ahnung?"
Justus meldet sich "Niederspannungstransformator, und der ist hinten nicht so viel gewickelt wie vorne ." Seine Stimme wird immer leiser.
"Okay, das geht schon mal in die richtige Richtung. Wenn du das jetzt noch mit den richtigen Fachbegriffen sagst ..." Sein Blick wandert zum zerlegten Versuchaufbau auf dem Laborwagen. An den Messgeräten kleben noch die Schilder Primärspannung und Sekundärspannung. Justus rafft sich zusammen, jetzt sitzt er aufrecht. "Die Sekundärspule hat weniger Wicklungen als die Primärspule, deshalb ist die Sekundärspannung kleiner als die Primärspannung."
Na endlich. Ich erkläre die Abfrage für beendet und ermahne die Jungs noch einmal, dass sie sich doch bitte besser vorbereiten. Demnächst werde ich mit ihnen eine alte Abschlussprüfung zu dem Thema durcharbeiten. Und für die 10b ist es dann am 29. Juni so weit ... Hoffentlich haben sie es bis dann begriffen.

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